Das Leiden der Spree #Bergbaufolgen

Eine interaktive Fotoausstellung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Oder-Spree und Spree-Neiße können Sie vom 1.03. bis 30.06.2016 in den Fluren der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag (Alter Markt 1, 14467 Potsdam) besichtigen. Der Zugang ist kostenlos!

Zuvor lief die Ausstellung erfolgreich in Beeskow, Golzen/Neu-Zittau, dem Naturfreundehaus in Berlin und der GLS Bank in Berlin.

Wenn Sie Interesse an der Ausstellung haben schreiben Sie einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sie können die Ausstellung kostenlos ausleihen und ausstellen. Sie tragen lediglich die Verantwortung und die Organisation des Aufhängens etc. Wir helfen aber auch gerne weiter.

1. Tagebau Welzow-Süd I

Tagebau Welzow Süd IDer schwedische Konzern Vattenfall betreibt die fünf privatisierten Tagebaue in der Lausitz: Die Gruben Nochten und Reichwalde in Sachsen sowie Welzow-Süd, Jänschwalde und Cottbus-Nord in Brandenburg. Allein die drei brandenburgischen Tagebaue pumpen jährlich mehr als 200 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Boden.

Der größte Teil wird in die Spree eingeleitet. Etwa ein Dutzend Tagebaue aus der DDR-Zeit wurden bereits stillgelegt. Für ihre Sanierung kommt der Steuerzahler durch die bundeseigene Gesellschaft LMBV auf.

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2. Sandsturm Tagebau Jänschwalde

02 DLdS 7766Um Braunkohle zu gewinnen, muss der Boden etwa 100 Meter tief abgegraben werden. Ebenso tief wird dabei das Grundwasser abgesenkt. Durch Windböen werden Sand und Staub aus den ausgetrockneten Böden weit über die umliegenden Ortschaften verteilt.

Sandstürme ähnlich denen in der Sahara sind keine Seltenheit im Umfeld der Tagebaue. Es dürfte klar sein, dass in Zukunft „temporäre Wetterextreme“ zunehmen werden, so die Vorsitzende des Umweltausschusses. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bestätigt die Befürchtung. Bereits im Jahr 2010 warnte das PIK, dass durch den Klimawandel bis 2040 vermehrt ausgeprägte Hochwasser- und Dürreperioden sowie extreme Unwetter mit Hagelstürmen bis hin zu Tornados erwartet werden.

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3. Wasserpumpen am Tagebau Welzow

Wasserpumpen am Tagebau WelzowAllein die drei brandenburgischen Tagebaue pumpen jährlich mehr als 200 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Boden.Der größte Teil wird in die Spree eingeleitet.

Um in den Tagebauen der Lausitz trockene Kohle fördern zu können, wurde das Grundwasser um etwa 100 Meter abgesenkt, in einem Gebiet so groß wie Berlin und Saarland zusammen.

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4. Cottbusser Ostsee

Der Tagebau Cottbus Nord soll zum Cottbusser Ostsee werdenDer geplante "Cottbuser Ostsee" soll auf den ehemaligen Flächen des Tagebaus Cottbus-Nord entstehen und mit einer Fläche von 1.900 Hektar ab 2025 Deutschlands größter künstlicher See werden. Am 23. Dezember 2015 fuhr der letzte Kohlezug aus dem Tagebau Cottbus-Nord. Als Tagebaubetreiber ist Vattenfall zur Rekultivierung verpflichtet. Mit diesem Projekt soll erstmals ein Tagebausee in Eigenregie des Energiekonzerns Vattenfall geflutet werden. Voraussichtlich in den Jahren 2018/2019 soll erstmals Wasser aus der Spree in den stillgelegten Tagebau Cottbus Nord geleitet werden. Der ehemalige Tagebau Cottbus Nord gehört zum Verkaufspaket der Braunkohle-Sparte von Vattenfall und muss durch einen potenziellen Käufer weiter renaturiert werden.

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5. Petershainer Fließ

Petershainer FließEinleitung von Grubenwasser aus dem aktiven Tagebau Welzow Süd I. Laut Angaben der Landesregierung überschreitet Vattenfall am Petershainer Fließ nicht die Grenzwerte, die ihnen in der wasserrechtlichen Erlaubnis genehmigt wurden.

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6. Vorsperre Bühlow

Vorsperre BühlowDie Talsperre Spremberg gilt als wichtige Barriere um das Eisenocker aufzuhalten. Vom Sommer bis Winter 2014 wird die Talsperre saniert und kann daher nicht mehr als Absetzbecken dienen.

Es werden Flockungsmittel und Kalkmilch bei der Vorsperre Bühlow eingeleitet. Man hofft, dass dadurch das Eisenocker nicht vollends in Richtung Cottbus und den Spreewald gelangt. Es gilt ein absolutes Badeverbot während dieser Zeit.

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7. Südraum des Spreewaldes

Südraum des SpreewaldesDie Eisenockerfracht hat bereits den Südteil des Spreewaldes erreicht. Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace sind die Gewässer im Süden und Westen des Spreewaldes mit mehr als 100 Milligramm Eisenoxyd pro Liter belastet.

Als schädlich gilt bereits ein Wert von drei Milligramm pro Liter. Fische, Bachflohkrebse und Frösche haben sich aus der lebensfeindlichen Umwelt bereits zurückgezogen

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8. Naturhafen Raddusch

Naturhafen RadduschDem Spreewald, Brandenburgs größtem Touristenmagneten, droht eine ökologische Katastrophe. Eine biologisch tote Spree gefährdet den Tourismus und die damit verbundenen Arbeitsplätze Im Spreewald.

Im Naturhafen von Raddusch ist das braune Wasser schon angekommen. Die SPD präsentierte 2013 eine einfache Lösung: Keine Bilder mehr zu machen. Das forderte die Landtagsabgeordnete und Aufsichtsrätin bei Vattenfall Martina Gregor-Ness von den Medien.

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9. Eisenschlammverklappung Altdöberner See

Altdöberner SeeDer Altdöberner See ist ein in Flutung befindlicher Tagebaurestsee bei Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Der staatliche Bergbausanierer Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) stellte am 5. März 2015 Pläne in Altdöbern vor, wonach möglicherweise Eisenhydroxidschlamm (EHS) in den Altdöberner See (Oberspreewald-Lausitz) eingeleitet werden soll. Die LMBV prüft, ob die jährlich anfallenden etwa 72.000 Kubikmeter Eisenschlamm in den See gepumpt werden können. Dies entspricht etwa fünf bis zehn LKW-Ladungen pro Tag. Je nach Herkunft und Charakteristik des Eisenhydroxidschlamms ist neben der Verbringung in Tagebauseen auch eine Deponierung oder eine Verwertung möglich.

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10. Lübben im Spreewald

Lübben im SpreewaldDer innere Spreewald ist noch intakt und bleibt noch vom Eisenocker verschont. Die Talsperre Spremberg hält derzeit noch das Eisenocker auf. Über 550 000 Übernachtungsgäste kamen 2012 in den Spreewald, dabei sind die Tagestouristen noch nicht mit eingerechnet.

Etwa 7700 Menschen arbeiten in der Region im Gastgewerbe, und das in einer Region, die nur 50 000 Einwohner hat.

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11. Beeskow an der Spree

Beeskow an der SpreeDas Eisenocker wird die Region nördlich des Spreewaldes verschonen, weil es sich im flach gelegen Spreewald abgelagert hat. Doch das unsichtbare Sulfat hat schon heute den Landkreis Oder-Spree erreicht. In Reinigungsanlagen der Tagebaue wird das Salz der Schwefelsäure nicht herausgefiltert. Es existiert kein für diese Mengen bezahlbares großtechnisches Reinigungsverfahren.

Der Umweltverband Grüne Liga schätzt, dass etwa 80 % der Sulfatbelastung der Spree aus den Lausitzer Vattenfall-Tagebauen stammt. Jeder dieser Tagebaue bedeutet über mindestens 20 Jahre zusätzlichen Sulfateintrag in die Spree.

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12. Erdgasbohrungen bei Beeskow

Erdgasbohrungen bei BeeskowNachdem in den letzten Jahren zunehmend internationale Gas- und Ölkonzerne die Region links und rechts der Spree entdeckt haben und sich Claims sicherten, droht womöglich weiteres Ungemach.

Sollten die Konzerne die umstrittene Fördertechnik „Fracking“ einsetzen, bei der ein Chemiecocktail in die Erde gepumpt wird um das Erdgas bzw. Erdöl zu fördern, kann es zur massiven Verschmutzung des Grundwassers kommen, wie Beispiele aus den USA zeigen.

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13. Trinkwassergewinnung im Landkreis Oder-Spree

Trinkwassergewinnung im Landkreis Oder-SpreeZahlreiche Wasserwerke in Berlin und Brandenburg gewinnen Trinkwasser aus Uferfiltrat der Flüsse. Bereits seit dem Jahr 2001 zeichnet sich ein Problem beim  Wasserwerk Briesen (Mark) mit steigenden Sulfatwerten im Spreewasser ab, das zur Trinkwassergewinnung für über 65.000 Menschen in der Region genutzt wird.

Für Trinkwasser besteht ein Grenzwert von 250 mg Sulfat pro Liter, dieser Wert wird im Rohwasser aus der Spree mit 270 mg/l Sulfat bereits deutlich überschritten. Nur durch Verdünnung mit Grundwasser kann der Trinkwassergrenzwert derzeit eingehalten werden.

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14. Abgestorbene Bäume in der Gemeinde Grünheide

Abgestorbene Bäume in der Gemeinde GrünheideEin Grund für das Hochwasser in der Gemeinde Grünheide ist der Transport der Braunkohle für die Kraftwerke Berlins.

Weil die Kohleschiffe nicht mehr unter den Berliner Brücken durchfahren können, wird bei heftigen Regenfällen das Wasser vor den Toren Berlins aufgestaut. Das kann wie im Jahr 2011 zu Hochwasser führen.

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15. Betonfraß an Berliner Brücken

Betonfraß an Berliner BrückenSulfate gehören zu den betonschädlichsten Wasserinhaltsstoffen. Bei einer Sulfatkonzentration > 450 mg/L sind Schäden an Betonbauwerken nicht auszuschließen.

Dieses gilt vor allem für vorhandene ältere Bauwerke. Hier ist der Gehalt an Zement nicht immer bekannt. Die Schäden an den Brücken muss die Allgemeinheit tragen.

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